"Für mich das wichtigste in der Interpretation ist, die Bedeutung und die innere Konstruktion einer Komposition freizulegen. Die Neugier treibt mich, musikalische Grenzen zu suchen, samt den damit verbundenen Risiken. "
-Patricia Kopatchinskaja
Patricia Kopatchinskajas Aufführungen 2010/11 und 2011/2 erfassen die ganze Breite des Violinrepertoires von Barock über Klassik (gelegentlich sogar auf Darmsaiten gespielt) bis zu Uraufführungen oder Re-Interpretationen moderner Meisterwerke, wie das Violinkonzert Seven von Peter Eötvös, oder die Violinkonzerte von Tigran Mansurian, Mauricio Sotelo, Vanessa Lann und Esa-Pekka Salonen. Patricia spielt auch regelmässig die Konzerte von Tschaikovsky, Prokofjev, Schostakovitch, Berg und vielen anderen Komponisten.
Schwerpunkte der vergangenen Saison waren ein Auftritt mit dem Ensemble Orchestral de Paris und Sir Roger Norrington im Théâtre des Champs Elysées, eine Europatournee mit der Jungen Deutschen Philharmonie unter Andrey Boreyko, sowie eine Tournee mit dem Finnischen Radiosymphonieorchester unter Sakari Oramo mit Konzerten in Helsinki, Frankfurt, Dortmund und Zürich. Patricia spielte auch Peter Eötvös' Violinkonzert Seven mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom unter der Leitung des Komponisten. Sie spielte an zahlreichen wichtigen Festivals, u.a. im Schleswig-Holstein- und im Rheingau-Festival. Im Carinthischer Sommer spielte sie das Tschaikovsky Violinkonzert mit dem Tschaikovsky Symphonieorchester Moskau und an den Salzburger Festspielen das Violinkonzert von Alban Berg mit dem Radio Symphonieorchester Wien.
Höhepunkte der Saison 2011/12 sind eine Aufführung des Violinkonzerts von Esa-Pekka Salonen mit dem Philharmonia Orchestra und dem Komponisten am Dirigentenpult, Konzerte mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem Orchestre Philharmonique de Radio France und ein Auftritt mit dem Mahler Kammerorchester in der Kölner Philharmonie. Dazu kommen Tourneen mit dem Orchestre des Champs Elysées und mit den Solisti del Vento, sowie Auftritte mit dem Konzerthausorchester Berlin, dem WDR-Symphonieorchester Köln, der Camerata Salzburg und dem Tonkünstler-Orchester an den Wiener Festwochen.
Kammermusik ist für Patricia Kopatchinskaja künstlerisch lebenswichtig und regelmässige Kammermusik-partner sind Fazil Say, Sol Gabetta, Mihaela Ursuleasa, Polina Leschenko und auch einige Mitglieder ihrer Familie.
Patricia Kopatchinskaja wurde in Moldavien als Kind von Musikern geboren. Sie studierte Komposition und Violine in Wien und Bern. Im Jahr 2000 gewann sie den internationalen Szeryng-Wettbewerb in Mexico und im Jahr 2002 den renommierten International Credit Suisse Group Young Artist Award. 2002/3 vertrat sie Öster-reich in der Konzertserie "Rising Stars" mit Auftritten in New York und vielen Europäischen Metropolen. 2004 wurde ihr der "New Talent - SPP Award" der European Broadcasting Union (EBU) verliehen und 2006 der "Förderpreis Deutschlandfunk". Im Sommer 2011 erhielt sie den "Goldenen Bogen" der Musikfestwoche Meiringen, Schweiz für ihren Beitrag zum Spiel der Streichinstrumente. 2012 erhält sie den Pretoriuspreis des Landes Niedersachsen in der Kategorie "Musikalische Innovation".
Patricia Kopatchinskaja nimmt exclusiv für das Label Naive Classique auf. Ihre sehr persönliche Aufnahme des Beethoven Violinkonzertes mit Philippe Herreweghe und dem Orchestre des Champs Elysées gewann 2010 einen Preis des BBC Music Magazine und wurde vom Magazin The STRAD als "beste authentische Version" gerühmt. Ihre Recital-CD mit Fazil Say von 2008 mit Beethovens Kreutzersonate sowie Werken von Ravel, Bartok und Say wurde mit einem ECHO-Klassikpreis ausgezeichnet. Die neueste CD bei Naive mit dem Titel "Rapsodia" erkundet die Wurzeln von George Enescus Musik mit Beispielen von authentischer Rumänischer und Moldavischer Folklore. Diese CD war Editors Choice des englischen Magazins "Gramophone" im Dezember 2010, sie gewann die Empfehlung des amerikanischen Magazins "The STRAD" und wurde im Februarausgabe 2011 der International Record Review als "hervorragend" qualifiziert. In der Saison 2011/12 wird Patricia Bartoks zweites Violinkonzert, Ligetis Violinkonzert und das Violinkonzert Seven von Peter Eötvös aufnehmen unter der Leitung des Komponisten und unter Mitwirkung des hr-Sinfonieorchesters und des Ensembles Modern.
Patricia Kopatchinskaja ist good-will Botschafterin der Stiftung "Terre des Hommes" und unterstützt damit speziell Hilfsprojekte für notleidende Kinder in Moldavien. Im Mai 2012 wird sie mit Mitgliedern der Staatskapelle Berlin und dem Dirigenten Pablo Heras-Casado an einem Benefizkonzert mitwirken zugunsten von Umweltprojekten in Moldavien und Rumänien.
Weitere Informationen auf der Website: www.patriciakopatchinskaja.com.
Stand November 2011, bitte keine älteren Versionen verwenden.